Heizung
Falls man nicht gerade im Passivhaus-Standard baut, ist eine der wichtigsten Entscheidungen für jeden Häuslbauer und -sanierer die Wahl der „richtigen“ Heizung. Während man sich früher hauptsächlich zwischen Öl-, Gas-, Kohle-
und Holzheizung entscheiden musste, bietet der Markt heute auch höchst moderne Heizungssysteme, die alternative und erneuerbare Energien optimal nutzen und zukunftsorientiert arbeiten. Dabei kommen innovative Techniken zum Einsatz, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern Sie auch durch deutlich reduzierte Heizkosten erfreuen werden.
Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Charakteristika der unterschiedlichen Heizungstypen. In einem persönlichen Gespräch erarbeiten wir im Anschluss die beste, auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Lösung.
Erneuerbare Energien
Darunter werden gemeinhin Energieträger verstanden, die sich in der Natur relativ schnell neu bilden und daher das Klima und natürliche Ressourcen schonen. Durch die Wahl einer Heizung, die mit erneuerbarer Energie betrieben wird, leistet man also aktiv einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und für die Zukunft unseres Planeten.
Bei diesen Heizungen unterscheidet man zwischen drei Hauptgruppen:
Biomasseheizung
Wärmepumpe
thermische Solaranlage
Österreich plant, bis 2040 klimaneutral zu werden – daher wird Wärme aus erneuerbaren Energiequellen in den nächsten Jahren zunehmend wichtiger werden. Für die Installation eines Heizsystems, das mit regenerativen Energien betrieben wird, können attraktive Zuschüsse und Fördergelder von Bund und Land in Anspruch genommen werden. Wir informieren Sie gerne über die aktuellen Fördermöglichkeiten und darüber, welches Heizsystem am besten zu Ihnen passt.


Biomasseheizung
Biomasseheizungen nutzen als Brennstoff das nachwachsende Naturprodukt Holz und erfreuen sich aufgrund stetig steigender Preise von Öl und Gas immer größerer Beliebtheit. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen waren die Kosten für Holz in den letzten Jahren preislich stabil. Ob Stückholz, Pellets oder Hackschnitzel: Moderne Biomasseheizungen funktionieren vollautomatisch und unterscheiden sich in der Bedienung nicht mehr wesentlich von Öl- und Gasheizungen.
Eine Biomasseheizung ist zwar in der Anschaffung etwas teurer als z. B. eine Ölheizung, dafür sind die laufenden Betriebskosten für den Brennstoff wesentlich niedriger. So sparen Sie nicht nur dauerhaft Heizkosten, sondern unterstützen auch die heimische Wirtschaft und leisten einen wertvollen ökologischen Beitrag.
Biomasseheizungen lassen sich übrigens auch optimal mit einer Solaranlage kombinieren, sodass Sie Ihre Heizkosten noch weiter senken können. Beide Heizsysteme werden unabhängig voneinander gefördert, sodass Sie für das kombinierte System gleich zwei Förderprämien in Anspruch nehmen können.
Wärmepumpe
Wärmepumpen sind besonders sparsam und umweltfreundlich und können zum Heizen, Kühlen und zur Warmwasseraufbereitung eingesetzt werden. Eine Wärmepumpe nimmt die natürliche Energie in der Erde, im Grundwasser oder in der Luft auf und leitet diese in Form von nutzbarer Wärme in den Heiz- und Warmwasserkreislauf weiter. Je nach gewählter Variante unterscheidet man demnach zwischen Sole-, Wasser- und Luftwärmepumpen. Wärmepumpen funktionieren auch bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt und wandeln niedrige Temperaturen zuverlässig in behagliche Wärme um.
So sammeln Wärmepumpen hinsichtlich Umweltfreundlichkeit und Energieersparnis sehr viele Pluspunkte, denn sie nutzen die kostenlose und regenerative Heizenergie direkt vor der Haustür. Die benötigte Energie steht unbegrenzt zur Verfügung, das heißt Sie machen sich vollkommen unabhängig von fossilen Brennstoffen und steigenden Preisen am Rohstoffmarkt. Wärmepumpen sind daher eine besonders günstige, komfortable und vor allem zukunftssichere Heizungsvariante.
Die Pumpen werden mittels Strom betrieben, daher ist die Kombination mit einer Photovoltaikanlage zur eigenen Stromerzeugung empfehlenswert. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz machen Sie sich weitgehend unabhängig von externer Energie und leben besonders nachhaltig und energieeffizient. Christian Heidinger ist übrigens nach Kriterien internationaler Standards als Öko-Energietechniker für Wärmepumpen zertifiziert.


Thermische Solaranlage
Eine thermische Solaranlage nutzt die Kraft der Sonne und wandelt diese in nutzbare Wärmeenergie um. Sie hat eine neutrale CO2-Bilanz und ist daher auch besonders umweltfreundlich. Solaranlagen liefern zuverlässig kostenlose Energie und senken die Betriebskosten deutlich. Sie können zur Warmwasseraufbereitung, Heizungsunterstützung oder auch für eine Kombination aus beidem eingesetzt werden.
Mit allen Heizsystemen kombinierbar, zeichnen Sie sich durch geringe Wartungskosten aus und haben eine lange Lebensdauer von bis zu 25 Jahren. Sie gehören daher auch im Privatbereich bereits seit Jahren zum neusten Stand der Technik. Da die Preise für fossile Brennstoffe in den nächsten Jahren weiterhin ansteigen werden, rechnet sich ein Umstieg zu oder eine Koppelung mit alternativen Energien längerfristig auf jeden Fall.
Fossile Energieträger
Hierbei handelt es sich um organische Stoffe, welche über viele Millionen Jahre aus den Überresten von Pflanzen und Tieren entstanden sind. Sie zählen zu den nicht regenerierbaren Brennstoffen. Da der Vorrat begrenzt ist, ist ein verantwortungsvoller Umgang sehr wichtig.
Zu den beiden wichtigsten Vertretern bei den Heizungen gehören die Öl- und die Gasheizung. In Österreich heizen rund 40 % aller Haushalte ihre Wohnräume noch mit fossilen Energieträgern, mit der Energiewende steht jedoch ein Umbruch bevor. Gemeinsam mit der EU hat man sich auf einen Umstieg auf erneuerbare Energiequellen bis 2040 geeinigt – Bis dahin sollten alle Heizsysteme durch Alternativen ausgetauscht werden.
Es gibt diverse Förderungen, die den Umstieg auf erneuerbare Energien attraktiv machen. Wir beraten Sie gerne, welches Heizsystem am besten zu Ihrer individuellen Wohnsituation passt.


Ölheizung
Falls Sie trotz der Vorteile von erneuerbaren Energien noch nicht auf fossile Stoffe verzichten möchten, sprechen die folgenden Punkte für die Installation einer Ölheizung:
Moderne Ölheizungen arbeiten durch eine ausgereiftere Brennwerttechnik energiesparender und dank geringerem CO2-Ausstoß auch umweltschonender als noch vor einigen Jahren. Dank technischer Innovationen hat ein neues Modell einen um bis zu 40 % niedrigeren Heizölverbrauch als eines vor 20 oder 30 Jahren. Durch den geringeren Verbrauch werden daher nicht nur wertvolle Ressourcen geschont, sondern auch Ihre Heizkosten gesenkt. Der Umstieg von einer älteren Ölheizung auf eine neue macht also aus wirtschaftlicher Sicht durchaus Sinn und verlängert die Verfügbarkeit eines wertvollen Rohstoffs.
Moderne Ölheizungen lassen sich außerdem sehr gut mit Solartechnik kombinieren – dadurch können die Heizkosten um weitere 30 bis 40 % gesenkt werden. Da fossile Energieträger nicht regenerierbar sind, ist eine sparsame Nutzung unerlässlich. Aus diesem Grund wird auch der Umstieg auf eine Ölheizung mit modernerer und ökonomischerer Brennwerttechnik gefördert. Für die Modernisierung einer alten Ölheizung können attraktive Förderungen in Anspruch genommen werden.
Wir beraten Sie gerne, welches Heizsystem am besten zu Ihrer individuellen Wohnsituation passt!
Gasheizung
Gasheizungen sind insbesondere in städtischen Gebieten noch weit verbreitet – nicht zuletzt aufgrund folgender Vorteile: Sie sind klein, bieten einen hohen Heizkomfort, sind technisch sehr gut ausgereift und können fast überall im Haus oder in der Wohnung installiert werden. Im Vergleich zu anderen Heizungen sind Gasheizungen außerdem vergleichsweise günstig in der Anschaffung. Da die Versorgung über eine Erdgasleitung erfolgt, wird auch kein eigener Lagerraum für den Brennstoff benötigt und es entfallen die Transportkosten für die Zulieferung.
Gasheizungen eignen sich perfekt zur Warmwasseraufbereitung (mittels Durchlauferhitzer) und lassen sich auch gut mit Solaranlagen oder Wärmepumpen kombinieren.
Zu bedenken ist jedoch, dass Gas (wie Erdöl) ein fossiler, nicht nachwachsender Stoff ist. Gaspreise sind außerdem an die Entwicklung des Ölpreises gekoppelt, daher ist davon auszugehen, dass die Kosten in den nächsten Jahren noch weiter ansteigen werden. Je knapper die Rohstoffe werden und je höher die Nachfrage, desto teurer wird Gas.
Wir beraten Sie gerne, welches Heizsystem am besten zu Ihnen passt und welche Förderungen Sie für einen Wechsel oder Austausch Ihrer Heizung in Anspruch nehmen können.


Photovoltaik
Photovoltaik – oft auch Sonnenstrom genannt – ist ein Teilbereich der Solartechnik. Man versteht darunter die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mittels Solarzellen.
Solarenergie ist unerschöpflich, äußerst umweltfreundlich und Photovoltaik-Anlagen können auf so gut wie jedem Dach montiert werden. Sie zeichnen sich außerdem durch eine lange Lebensdauer und einen geringen Wartungsaufwand aus. Der erzeugte Strom steht für den Eigenverbrauch zur Verfügung. Überschüsse können in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist werden – dafür erhält man einen festgelegten Ertrag.
Besonders zu empfehlen sind PV-Anlagen in Kombination mit einer Wärmepumpe. Denn mit einer optimal dimensionierten Anlage läuft Ihre Pumpe betriebskostenfrei und rentiert sich innerhalb kürzester Zeit von selbst. Wie für alle alternativen Energien gibt es auch für Photovoltaik-Anlagen attraktive Förderungen.
